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Imbiss No1 in der Presse
 

 

 

 

 

 

Scharf wie die Hölle

Mainzer Rhein-Zeitung vom Dienstag, 23. Oktober 2007

Wenn der Teufel Currywürste futtern würde, wäre er bei Holger Silbereisen vermutlich Stammgast. Seit einigen Wochen heizt der Betreiber vom Mainzer "Imbiss No.1" seiner Kundschaft mit höllisch scharfen Currywürsten ein. "Brodelnder Vulkan", "Viperbiss", Hell's Gate" (Höllentor) - wie aus dem Gruselkabinett klingen die Namen der Gewürzmischungen, mit denen Silbereisen seine Currywürste verfeinert, oder besser gesagt: verschärft. Wobei mit "scharf" nicht "besonders gut gewürzt", sondern eben: Scharf! gemeint ist.

MAINZ. Auf diese Idee mit den scharfen Würsten haben Holger Silbereisen seine Kunden gebracht. Immer wieder hätten Gäste nach einer besonders gut gewürzten Currywurst gefragt. Erste Versuche mit einer leicht verschärften Mixtur seien gut angekommen. Doch die Kundschaft verlangte nach mehr. Der Gonsenheimer besorgte sich die Saucen und experimentierte mit seinem Nachbarn so lange, bis er seine "scharfe Karte" zusammen hatte.

Acht verschiedene Currywürste gibt es jetzt, von "Druidenmix" über "brodelnder Vulkan" bis "Höllische Qualen" Einsteigern, die gerne scharf essen, empfiehlt der Imbissbetreiber die "Rachenputzer". Die liegt im soliden Mittelfeld und ist seine persönliche Bestmarke. "Man sollte sich langsam hocharbeiten", warnt Silbereisen, der zur "Hells Gate" (Platz 7) und der "Höllische Qualen" immer ein Glas ungekühlte Milch reicht - das beste Mittel, um das Brennen auf der Zunge zu neutralisieren. Von kalter Cola und ähnlichem rät er übrigens ab. "Das kühlt nur kurz und danach brennt's umso mehr", weiß er.

Überhaupt ist Vorsicht angesagt: Menschen mit Magengeschwüren oder Bluthochdruck sollten von den Chili-Bombern die Finger lassen. Und die Haftungsverzichtserklärung, die Silbereisen auf seine Speisekarte druckt, ist durchaus ernst gemeint. Schweißausbrüche, Brennen im Magen - so manch wagemutiger oder einfach unvorsichtiger Gast hatte an seiner Currywurst länger "Freude", als ihm lieb war. Die Saucen, Hauptbestandteile Chili und Pfeffer, hat der 61-jährige aus den USA importiert.

 Schärfegrade werden in Scoville gemessen, 400 000 Scoville hat seine schärfste Sauce. Zu viel, um auch nur einen Tropfen pur zu sich zu nehmen. "Da haben sie ein Loch in der Zunge", so Silbereisen.

Zum Vergleich: Tabasco bringt es auf schlappe 2000 bis 4000 Scoville. Die Mixturen mit bezeichnenden Namen wie "Sudden Death" (Plötzlicher Tod) träufelt er mit einer Spritze ins Curryketchup.

Die Mainzer scheinen es höllisch zu mögen. Die scharfen Currywürste seien gefragt, sogar Neukunden habe er damit gewonnen, so Holger Silbereisen. Eine Studentengruppe liefere sich bereits regelmäßig einen Wettbewerb, wer die schärfste Currywurst essen könne. Angestellte kämen zur Mutprobe in der Mittagspause. Doch es gibt auch Zeitgenossen, für die ein Genuss einer "Viperbiss" mehr ist wie ein scharfer Spaß. "Neulich hat jemand zwei Portionen "Höllische Qualen" hintereinander gegessen. Für den war es ein echter Genuss", staunt er.

 Michael Schauer, MRZ

 

 

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